Long at Sea
by em claire
I left my home so long ago now
that I would not recognize my own face.
I constructed the Boat of My Life
and I set out
into the open sea,
waving to all who knew
that the seas would give me
everything I could handle
and everything I could not.
And yet they waved, and I set out
into the open sea
in the Boat of My Life:
built from Soul, crafted by Heart,
and with great innocence I pushed off
into the open sea
and have been away from my home
so long now that I would not recognize my own face
but I know that Home,
Home
remembers me.
Hier also ein kleines "Trostpflaster" fuer alle Panama-Blog-Nachtrauernden. Beziehungsweise eine Moeglichkeit Fotos noch anzuschauen, solange sie noch einigermassen aktuell sind. ;) Diesmal habe ich scheinbar sogar nichts vergessen (zumindest ist mir bisher nichts aufgefallen), obwohl ich wie immer zwei Stunden vor Abreise zu packen begonnen habe ;) - abgesehen davon vielleicht, dass mein Reisepass nur noch zwei statt sechs Monate gueltig ist (hatte von letztem Mal nur noch Erinnerung gehabt dass ich kein Visum brauche) und aussieht wie fuenf Mal gewaschen... ;) Aber zum Glueck wurde ich letztlich dennoch in Riga ins Flugzeug gelassen und wenige Stunden Schlaf spaeter mit dem vertrauten "Shalom" am ebenso vertrauten Flughafen in Tel-Aviv begruesst. Ueberhaupt war alles so vertraut, als haette ich das Land erst tags zuvor und nicht vor ueber zwei Jahren verlassen. Ich schaltete auch gleich automatisch wieder auf "Langsames Ivrit-Entziffern" um, wobei es inzwischen ja auch noch das darunter stehende Arabisch zu entziffern gilt, aber dazu sind Schilder mit hilfreicher zusaetzlicher englischer Version ja da - Uebung macht den Meister! :)
Ach ja, apropos Riga. So manch einer wird sich fragen, seit wann Riga auf dem Weg von Muenchen nach Tel Aviv liegt. Tat es nie und tut es nicht, ich habe nur den billigsten Flug gewaehlt, und der war eben von Baltic Air ueber Riga. *emissions-schaem* Ob es letztlich so sinnvoll war, kann ich inzwischen gar nicht sagen, da ich nicht gewusst hatte, dass man fuer ein aufgegebenes Gepaeckstueck nochmal 30 Euro extra zahlen muss. Aber was eine freudige Ueberraschung war: Ich konnte in Riga den Flughafen verlassen und mir die Stadt ansehen! (Ich war um ca. sechs Uhr abends dort angekommen und der Anschlussflug startete um kurz vor Mitternacht.) Nun war ich so gar nicht darauf eingestellt gewesen und hatte mich absolut kein kleinstes bisschen ueber Lettland, geschweige denn Riga informiert. Also erstmal fragen, wie weit ich denn ueberhaupt von der Stadt entfernt bin... Ok, dann fragen, wie ich dorthin komme... Prima, jetzt nur noch ein Busticket kaufen! Hmm, ist Lettland in der Euro-Zone? *zu naechstem Cafe renn und Preise check* Scheinbar nicht... *zu Wechselbank marschier* "Wie ist denn der momentane Wechselkurs zum Euro?" *dumme Frage moeglichst schlau formulier* "Von Euro nach Lats oder umgekehrt?" - "Von Euro zu ... aehm ... der lokalen Waehrung." *verdammt Unwissenheit aufgeflogen* Gut, Wechselkurs erfahren, Geld abgehoben, Busticket gekauft und los gehts! Ich muss sagen, ich war sehr positiv ueberrascht von dieser Stadt! Anfangs fuehlte ich mich schon etwas seltsam... so ein bisschen wie an einem Ort in der Welt versteckt, den kaum jemand kennt. Und das vor Israel! *lach* Den Rest in Bildern. Viel Spass und Text darunter nicht vergessen. :)
| Ok, erste Feststellung: Lettisch ist laenger als Englisch ;) My first observation about Latvian: it's longer than English ;) |
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| Der untere Text koennte von einem Politiker stammen oder? ;) (Funny German translation) |
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| Als ich durch die Altstadt streifte, eroeffnete sich ploetzlich dieser Parkeingang vor mir... When I was ranging through the Old Town suddenly this park entrace opened up in front of me... |
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| Zum Glueck reicht auch Zeichensprache aus, um um ein Foto zu bitten Luckily it's easy to ask for a picture by sign language |
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| Ja hier wuerde ich auch picknicken I wouldn't mind a picnic here either |
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| Ui hat Merkel es hier zu so viel Ruhm geschafft? :) Merkel seems to have come to fame here ;) |
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| Eine schoene Haltung oder? I really liked the posture! |
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| Das ist schon wieder eine andere Gruenanlage... This was in another park... |
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| Teilansicht des Doms Part of the Cathedral |
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| Bruecke ueber die Daugava One of the bridges crossing the Daugava River |
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| Will noch jemand Pluspunkts sammeln? :) (Sorry, German pun again...) |
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| Waah, vier Sprachen die ich nicht kann! Frustration pur! ;) Four languages which I don't speak! What a frustration! ;) |
Abgesehen davon lernte ich neue Fruechte kennen (siehe Fotos) und durfte feststellen, wie lecker gefrorene Datteln schmecken (deren israelische Sorte (Barhi) ja ohnehin meine liebste ist!) - wie Toffee, um Milas Worte zu verwenden.
Ansonsten fuehlte ich mich auch hier, als ob ich nie weggewesen waere und war noch geruehrter als damals ueber den lieben und herzlichen Empfang. Ich habe sogar Spuren wiedergefunden, die ich damals hinterlassen habe :) : Zum einen einen inzwischen fest instituierten Kompost, und zum anderen die regelmaessige Lieferung einer Bio-Gemuesekiste durch Nachbarin Cori, die damals treue "Kundin" meiner Praktikumsfarm gewesen war und mich manchmal nach Hause mitgenommen hatte, wodurch sie auch meine Gasteltern kennen gelernt hatte. (Michael hat schon angemerkt, dass ich ja nun wieder beruhigt Gemuese essen darf. ;) ) Da sie auch kuenstlerisch taetig ist, haben wir heute eine Ausstellung von ihr in Netanya besucht.
Fuer alle, die es noch nicht / nicht mehr wissen: Michael stammt aus Russland, Mila aus der Ukraine, und sie leben mit ihren drei Kindern in Bat Hefer, was an der Grenze zum Westjordanland liegt. Jenseits der Absperrung befindet sich das palaestinensische Dorf Tulkarm. Die Familie, die ich ueber Couchsurfing kontaktiert hatte, hatte mich waehrend meines Praktikums vor zwei Jahren die gesamte Zeit beherbergt. Ein Ausmass an Gastfreundschaft, das selbst fuer Couchsurfing-Anhaenger nicht selbstverstaendlich ist.
Michael und Mila sind sehr engagiert und interessiert in allen moeglichen Gruppen und Themen. Als ich damals da gewesen war, hatten sie z.B. gerade einen Arabisch-Kurs gemacht und Michael besuchte woechentliche Treffen von Israelis und Palestinaensern. Inzwischen ist seine Zeit von seiner Arbeit her begrenzter, fuer die er haeufig nach China reisen muss. Mila erzaehlte heute zur Belustigung aller vom letzten Treffen des Gemeinderats der Region, der kuerzlich ein neues Muelltrennungssystem eingefuehrt und nun einen Brief erhalten habe von jemandem, der gegen dieses System argumentiert hat. Daraufhin sei eine hitzige Diskussion zwischen den Ratsmitgliedern entbrannt, wie man denn nun auf diesen Brief antworten sollte, bis sich alle gegenseitig wuetend als Nazis beschimpft haetten. *kopfschuettel* Michael fiel dazu eine noch absurdere Geschichte ein, naemlich eine Diskussion in der "Peace in the Middle East" Gruppe auf Couchsurfing, der er beigetreten war, die ebenfalls in wuesten gegenseitige Beschimpfungen geendet hatte. Die Leute wuessten einfach nicht, wie man miteinander redet, meinte Liza dazu nur.
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| Das waer mal ne Herausforderung gewesen in Panama, welches ich auf ewig mit Kreuzwortraetseln verbinden werde :) (Hebrew crossword) |
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| Jippiii, veganer Kaesekuchen! Hooray, vegan cheese cake! |
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| Mit Michael, seinem chinesischen Arbeitskollegen und seiner Frau Mila im Irish Pub With Michael, his chinese collegue and his wife Mila in an Irish Pub |
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| Fand ich irgendwie mal ein cooles Getraenkekartenformat... I liked the design of this drinks menu! |
| Den Namen des Spenders dieser huebschen Blueten muss ich noch herausfinden I haven't found out the name of the donor of these beautiful blooms yet |
| Reist hat mich auch freundlich wiederbegruesst :) (noch so ein stures Bild) Reist welcomed me back as well :) (another stubborn picture)
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| Das ist doch mal ein Buffet nach meinem Geschmack :) That's a buffet to my taste :) |
| Kein schlechter Ort fuer eine Ausstellung! Not a bad location for an exhibition! |
| Mira Yolima, esta foto yo saqué para ti! El "hummus" como debería parecer! :) Jipi, ich bin zurueck im Hummus-Land! :) Israeli just know how to make hummus! :) |
| Jetzt wisst ihr auch wo ich das mit der Tahina herhab ;) Typical way of eating Tahina |
| Und last but not least: Ein Vertreter der beruehmten "Soja-Schnitzelim", von denen ich unaufhoerlich geschwaermt habe ;) And last but not least a representative of the famous "soy schnitzelim" I kept talking about |
Lehitra'ot. :)
Johanna
















Wat a lekka blog!
ReplyDeleteEndlich hab ich auch wieder was zum regelmaessig verfolgen.
Ich liebe die Spontanitaet mit der du Riga beehrt hast. Wenn ich die haette, haette ich London vielleicht auch schon gesehen...dafuer kenn ich Heathrow wie meine Westentasche. ;) Und vielleicht hat mich SA ja ein bisschen spontaner gemacht. Ich freu mich jedenfalls aufs weiterlesen.
Viel Spass in Israel und geniesse die Fruechte des Lebens. *dickeUmarmung*